Bankenwechsel mit Kreditablösung

 

Der Bankenwechsel

 

 

In Deutschland gibt es duzende verschiedene Banken und aufgrund des marktwirtschaftlichen Systems ist kein Kunde an ein Institut gebunden, jeder kann sich frei aussuchen mit welcher Bank er zusammenarbeiten möchte und mit welcher lieber nicht.
Hat der Kunde nun aber einen Kredit bei einer Bank laufen, dann ist das nicht mehr ganz so einfach.

Je nach Kreditart muss der Kunde unterschiedliche Vorgehensweisen beachten um einen Bankwechsel trotz Kredit sicher über die Bühne zu bringen.
Hat der Kunde einen Ratenkredit laufen, so wird dieser in der Regel weiter bestehen bis er abgezahlt ist.

Es ist zwar möglich, einen neuen Kredit aufzunehmen und damit den alten abzubezahlen, in der Praxis wird das aber kaum gemacht - meist wird das Kreditkonto einfach weitergeführt.

 

 

"Viele Menschen sehen es nicht ein,
welch große Einnahme die Sparsamkeit ist."
Marcus Tullius Cicero

 

Dispositionskredite hingegen werden in jedem Fall von der neuen Bank übernommen, anders könnte man das Konto ja schließlich auch nicht auflösen.

Hat der Kunde sein Konto also bei einer Bank überzogen, so wird auch die neue Bank diese Disposition übernehmen. Für den Kunden ist der Wechsel aber vielleicht eine gute Gelegenheit mit seinem Kreditinstitut über die Aufnahme eines Ratenkredites zur Ablösung des Dispos zu reden da die Zinsen für Dispositionskredite meist sehr hoch sind.
Am häufigsten kommen Bankwechsel im Bereich der Immobilienfinanzierung vor.

Hat ein Kunde seine Immobilie bei einem Unternehmen finanziert, so ist er in der Regel einige Jahre (meist 10) an dieses Unternehmen gebunden.

Diese Zeit nennt man Zinsbindungsfrist. Nach Verstreichen dieser Zeit kann der Kunde durch die Aufnahme eines Kredites bei einer beliebigen anderen Bank, die Schuld aus der Finanzierung bei seiner alten Bank begleichen.