Insolvenz ist nicht immer der beste Weg
Es ist schnell passiert. Der Handwerksbetrieb, der sich auf wenige Kunden konzentriert, deren Zahlungen dann ausbleiben, ist ebenso gefährdet, wie der kleine Einzelhändler der sich mit der Erweiterung des Geschäftes verkalkuliert hat. Es kommt der Moment, da zieht die Bank die Notbremse. Sind dann noch Zahlungen an das Finanzamt offen, oder wartet die Krankenkasse schon auf die Beiträge des Vormonats, dann ist schnell von Insolvenz die Rede.
Sieben Jahre sind eine lange Zeit. Aus kaufmännischer Sicht ist die Insolvenz auch heute noch ein Tabu. So weit sollte man es - um jeden Preis - nicht kommen lassen. Der Versuch, sich gütlich mit den Gläubigern zu einigen, ist immer vorzuziehen. Gerade durch die Vielzahl der Insolvenzen ist man seitens der Lieferanten, auch der Banken und des Finanzamtes offener geworden, solange sich noch in irgendeiner Form eine Alternative abzeichnet. Auch ein gekündigter Bankkredit ist jeder Insolvenz vorzuziehen. Zwar wird dieses Institut keinen Kredit gewähren, auch ein Kontokorrent ist nicht mehr drin, aber man wird einem Kunden immer die Möglichkeit gewähren, moderat den Verpflichtungen nachzukommen. Voraussetzung ist aber immer, dass man Ehrenhaftigkeit und Willen zeigt. |