Abhängigkeit der Tagesgelder vom Leitzins

 

Die Abhängigkeit der Tagesgelder vom Leitzins

 

 

Tagesgeldkonten stellen heute eine der attraktivsten Geldanlagen überhaupt dar.

Das Geld liegt auf einem Tagesgeldkonto wie auf einem Sparbuch, ist also jederzeit für den Kontoinhaber verfügbar, die Zinsen aber sind wesentlich höher als es bei einem Sparbuch jemals der Fall sein könnte.
Die Zinsen, die auf das Tagesgeld gezahlt werden, sind nicht starr festgeschrieben, sondern ändern sich ständig. Die Kreditinstitute nehmen daher auch regelmäßig Anpassungen der Zinssätze vor, entweder nach oben oder nach unten.
Woran aber liegt es, dass sich Tagesgeldzinsen so enorm verändern?
Um diese Frage beantworten zu können, muss zuerst geklärt werden, was Tagesgeld überhaupt ist.
Bei Tagesgeldern handelt es sich um Gelder, die zwischen Kreditinstituten gehandelt werden um kurzfristige Liquiditätsengpässe zu überbrücken.

Meist werden diese Gelder nur für einen Tag oder wenige Tage ausgeliehen - daher der Name.

 

 

"Hat der Bauer Geld,
hat's die ganze Welt."
Deutsches Sprichwort

 

 

Die Zinsen, die ein Unternehmen auf eben diese Tagesgelder zahlen muss, richten sich nach dem Leitzins der europäischen Zentralbank, kurz FED. Wenn ein Unternehmen sich nämlich von den Zentralbanken Gelder borgt, muss es diesen Zins bezahlen.
Wenn nun also der Endverbraucher sein Geld einem Kreditinstitut überlässt um es am Geldmarkt anzulegen, dann bekommt er einen Zins, der einen bestimmten Teil unterhalb des Verdientes seines Kreditinstitutes liegt. I

st der Leitzins höher kann das Kreditinstitut das Geld teurer verleihen und der Kunde kann im Gegenzug höhere Zinsen erhalten.