Die Emanzipation
Die Bewegung der Emanzipation, beziehungsweise die Frauenbewegung, entstand schon mit der erzieherischen und sozialen Reformbewegung zum Ende des 18.Jahrhunderts.
Die öffentliche Aufmerksamkeit erlangte die Frauenbewegung aber erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Damals haben die Frauen in England, als so genannte Suffragetten, um die Erlangung der Bürgerrechte (unter anderem Wahlrecht und Recht auf Privateigentum) mit teils drastischen Methoden gekämpft.
Dabei wurde allerdings die traditionelle Rollenverteilung zwischen Mann und Frau von den Suffragetten nicht in Frage gestellt. Zu den führenden Suffragetten dieser Zeit gehörte Christabel Pankhurst.
„Emanzipation ist die Kunst,
auf eigenen Füßen zu stehen
und trotzdem in fremden Armen zu liegen.“
Alex Winter
Die Emanzipation von Heute
Heute verbinden wir mit der Emanzipation vor allem die Frauenbewegung in den 60er Jahren, bei der es vor allem um die Selbstbefreiung der Frau ging.
Die damaligen Vertreterinnen der Frauenbewegung prangerten vor allem die Nichtbeachtung ihrer Leistung und Person durch die männliche Gesellschaft an. So wurde hauptsächlich die Rolle der Frau als Hausfrau und Mutter sowie die damalige Vorherrschaft des Mannes über seine Familie in Frage gestellt.
Eine der bekanntesten deutschen Vertreterinnen der damaligen Emanzipations-Bewegung ist Alice Schwarzer.
Auch heute noch ist sie als Herausgeberin der Zeitschrift EMMA eine Verfechterin der weiblichen Emanzipation und setzt sich für die Rechte der Frauen ein.