Kommunikation im Wandel der Zeit
Früher begann ein Telefonat mit den Fragen nach der Gesundheit, heute mit der Frage nach dem Aufenthaltsort. Die Frage „Wo bist du gerade?“, wäre bei dem telefonieren mit einer Wahlscheibe völlig überflüssig, wo sollte man denn auch schon anders sein als zuhause am Telefon? Heute hat jedes Kind ab zehn Jahren ein eigenes Handy, manche sogar schon früher. Was bedeutet das für den Wert der Kommunikation? Ruft man jemanden noch an, um sich nach seinem Wohlbefinden zu erkundigen und um zu wissen was es in seinem Leben so neues gibt, oder wird nur zum Handy gegriffen weil man Langeweile hat? Telefoniert man mit der Person nur um die Wartezeit auf den Zug zu verkürzen oder noch schlimmer, um sich die Fahrtzeit im Zug zu vertreiben? Schluss mit der Ruhe im Waggon, vorbei ist es mit dem Small Talk mit dem netten Menschen der neben einem sitzt. Mindert das den ideellen Wert des Gesprächs oder gar der Person am anderen Ende der Leitung? Freut man sich mehr, weil man öfters angerufen wird, oder verliert die Unterhaltung durch die steigende Quantität auch gleichzeitig an Qualität? Gilt das Gleiche auch für die anderen neuen Kommunikationswege? Die E-Mails werden kürzer, je öfters man sich schreibt. Oft fehlt sogar die Anrede. Das ganze gleicht eher einem Gespräch als einem elektronischem Brief. Aber wer hätte im schnelllebigen, hektischen Alltag auch noch Zeit um lange Briefe zu schreiben? Heute muss es alles schnell gehen, vielleicht hat man ja morgen wieder mehr Zeit.
Neben dem Telefon wird auch das Medium Webseite mehr und mehr dazu verdammt nur noch als Lager für irgendwelche Ideen zu dienen. Allerdings gibt es hierbei auch passende Gegenteile. So kann man wenn man seine eigene Seite hat (oder bald haben möchte), diese schnell optimieren und damit Freunden und solchen die es werden sollen fundierte Informationen präsentieren. Auch wenn viel Blödsinn im Internet herumschwirrt, so sollten wir anderen Seiten eine Chance geben sich aufzubauen. |