Haarausfall

 

Haarausfall

 

Objektiv über das Thema Haarausfall zu sprechen fällt sehr schwer wenn man an die vielen unglücklichen und hoffnungslosen Menschen denkt, die sich damit herumplagen.

Wenn man sich der Verantwortung und des gesellschaftlichen Drucks bewusst wird, die an jedem einzelnen Haar hängen, kann man fast verstehen, dass sie sich vom Kopf verabschieden. Gesundes, volles Haar suggeriert schon seit Menschengedenken beruflichen Erfolg, Attraktivität und Charisma. Ein Mann mit vollem Haar symbolisiert evolutionsgeschichtlich gute Gene und ist mit seinem gesunden Gen-Pool geradezu prädestiniert ebenso gesunde und wertvolle Nachkommen zu zeugen.

Grundsätzlich kann man drei Arten unterscheiden: den diffusen Haarausfall, krankhaften kreisrunden Haarausfall (Alopezia Aureata) und den erblich bedingten Haarausfall.

 

 

 

Verschiedene Ursachen für den Haarausfall


Die Ursachen für Haarausfall sind sehr verschieden. Diffuser Haarausfall zeigt sich hauptsächlich bei falscher Ernährung, Stress, Medikamentenunverträglichkeiten oder nach schweren Infekten. Nach Klärung der genauen Ursache kann bei dieser Variante schnell eine Erfolg versprechende Therapie begonnen werden.

Die bereits erwähnte Alopezie ist eine krankhafte Ausprägung und weitgehend unerforscht. Sie zeigt sich in kreisrundem Haarausfall, der lokal begrenzt ist und weiteren Symptomen, beispielsweise der Veränderung der Fingernägel.
Genetisch bedingter Haarausfall auch androgenetische Alopezie oder kurz AGA genannt, ist die am häufigsten auftretende Variante und kommt überdurchschnittlich oft bei Männern vor. Bei dieser Form sind die Haarwurzeln empfindlich gegenüber dem Hormons DHT (Dihydrotestosteron). Die Haare werden zunächst immer dünner und bleiben schließlich ganz weg.

 


"Du kannst einen Elefanten festhalten, wenn er fliehen,

aber nicht das kleinste Haar auf deinem Kopf,

wenn es fallen will."

Gerhart Hauptmann

 

 

Haarusfall bei Frauen


Ein in den Medien bisher vernachlässigtes Thema ist der Haarausfall bei Frauen. Anders als beim Mann, dessen Probleme weitläufig bekannt und fast schon akzeptiert sind, werden die Haar-Probleme von Frauen in der Öffentlichkeit so gut wie überhaupt nicht wahrgenommen.
Sind sie doch unweit tragischer, Ein Mann mit glänzender Glatze, mag noch attraktiv gelten, eine Frau mit Haarkranz ist doch eher eine Seltsamkeit.

Aufgrund von hormonellen Verschiebungen fallen zunächst entlang des Scheitels nach dem Ludwig Schema die Haare aus.

 

 

Verschiedene Therapieansätze


Ebenso mannigfaltig wie die Ursachen sind auch die Therapieansätze-, und –versuche. Mit Koffein angereicherte Haarwaschmittel versprechen ebenso eine Besserung wie zahlreiche andere frei verkäufliche Wundermittel. Da wird geschmiert, gewaschen und einmassiert, um wenigstens die letzten Haare zu retten.

Bei starkem lokalem Haarausfall sollte man den Rat eines Hautarztes suchen, der je nach Art und Ursache des Haarausfalls die geeignete Behandlungsmethode empfehlen kann.

Manchmal bringen schon eine Ernährungsumstellung oder die Gabe von Hormonen eine Besserung.
Um bereits kahle Stellen unsichtbar zu machen, können unterstützend zur Therapie speziell dafür abgefertigte Haarteile oder Eigenhaartransplantationen eingesetzt werden. Haarausfall