Brustvergroesserung

 

Brustvergrößerungen

Die weibliche Brust ist nicht nur ein weibliches Geschlechtsmerkmal sondern auch Gegenstand zahlreicher Diskurse in Malerei, Literatur und Gesellschaft. Dabei sind die Anschauungen und Schönheitsideale kulturell sehr verschieden und unterliegen häufig auch dem aktuell herrschenden Zeitgeist.
Die Kunsthistorie kennt verschiedene Ausprägungen prägnant weiblicher Frauen. Man denke an die Venus von Willendorf, deren auffällige und vor allem großen Brüste zum Symbol für Gesundheit und Fruchtbarkeit geworden sind. Kulturgeschichtlich und evolutionär bedeuten große, volle Brüste Fruchtbarkeit und pure Weiblichkeit.
Auch in unserer modernen westlichen Zivilisation sind große Brüste in der Gesellschaft hoch angesehen und begehrenswert. Obwohl die Busenwunder der 90er fast gänzlich aus den Medien verschwunden sind, wird Weiblichkeit fast immer mit wohlgeformten und großen Brüsten verbunden. Auf Modefotografien werden speziell die besonderen weiblichen Attribute hervorgehoben und der Anblick einer schwangeren Frau löst inneren Frieden und Glück im Betrachter aus.


Gründe für eine Brustvergrößerung

Die Gründe für eine Brustvergrößerung sind fast immer ästhetischer Natur. Frauen möchten ihre Brustgröße den eigenen oder auch gesellschaftlichen Standards anpassen. Um die gewünschte Körbchengröße zu bekommen, sind verschiedene Therapien und Behandlungsansätze möglich. Verzweifelten Frauen bieten sich hierfür unzählige Möglichkeiten, von frei verkäuflichen Wundertinkturen bis hin zu Koffein-getränkten BHs bietet der Busen-Markt alles nur Erdenkliche für das Wunsch-Cup. Zu den amüsanteren dieser nicht operativen Methoden zählt die Saugglocke, die auf natürlichem Wege eine größere Oberweite zaubern soll. Die Trägerin muss sie Tag und Nacht tragen und wird mit einer Umfangsvermehrung von mindestens einer BH- Größe belohnt.
Es bleibt aber festzuhalten, dass die bislang einzig bekannte Methode, den Busen dauerhaft und effektiv zu vergrößern, die plastische Chirurgie ist.
Bei zu klein empfundenen Brüsten, aber auch bei krankhaften Brustdeformationen oder einer Amputation kann eine chirurgische Schönheitsoperation den Ausweg bieten.
Ist die Entscheidung für eine Brustvergrößerung gefallen, sind ausführliche Beratungsgespräche mit dem Operateur unbedingt anzuraten. Eines der dort besprochenen Themen umfasst die Wahl des geeigneten Implantats.


Verschiedene Implantate

Zu den heutigen wissenschaftlichen Standards gehört ein mit Silikongel gefülltes Kissen, das den Soja- und Silikon Vorläufern in Hinblick auf Lebensdauer und Sicherheit weit überlegen ist. Eine Alternative zu den Silikonimplantaten ist das Kochsalzimplantat, das von Patientinnen aber häufig als zu artifiziell empfunden wird.
Bei der Operation kann der Chirurg je nach Form und Größe der Brust und Hautzustand zwischen zwei Möglichkeiten wählen: Das Implantat wird entweder über (subglanduläre Implantation) oder unter den Brustmuskel (submuskuläre Implantation) positioniert.
Wie jeder chirurgischer Eingriff ist auch die Schönheitsoperation mit nicht zu vernachlässigenden Risiken verbunden. Die sogenannte Kapselfibrose gehört dabei zu den schwersten Komplikationen. Hierbei bildet sich um das Implantat eine Hülle aus festem Narbengewebe. Es kommt zu Verhärtungen und Verformungen der Brust, die teilweise mit starken Schmerzen verbunden sind. Andere Probleme sind Taubheitsgefühle in der Brust und den Brustwarzen, die manchmal dauerhaft bestehen bleiben können.
Entgegen der Befürchtungen vieler Patientinnen konnte inzwischen zweifelsfrei geklärt werden, dass die Krebsvorsorge durch Mammografie oder Sonografie nicht behindert wird.
Da eine Schönheitsoperation den Körper enormen Belastungen aussetzt und auch sehr kostenintensiv ist, sollten Vor- und Nachteile einer solchen Operation genauestens und über einen längeren Zeitraum hinweg abgewogen werden.