Nasenkorrekturen
Die Nase nimmt eine zentrale Stellung im Gesicht ein, sitzt sie doch mitten im Gesicht. Sieht sie von vorne noch ganz manierlich aus, offenbaren sich im Profil etwaige Defizite. Zu lang, ein unschöner Höcker oder zu breite Nasenflügel: Die Mängelliste ist lang.
Fast jeder erinnert sich noch an die markanten römischen Männernasen, die selbst auf Münzen abgebildet wurden. Doch die Zeiten, in denen eine Höckernase als markantes Charakteristikum galt, gehören längs der Vergangenheit an.
Die perfekte Nase soll Claudia Schiffer gehören. Sie ist klein, zierlich und ein bisschen stupsig an der Spitze. Besonders Frauen wünschen sich eine derart perfekte Nase.
Doch nicht zu jedem passt diese ideale Nase.
Gründe für einen Eingriff
Eine Wunschnase nach Katalog gibt es nicht, die zukünftige Nase muss sich harmonisch in das eigene Gesicht einfügen. Gerade diese Erwartungshaltungen müssen mit dem ästhetisch-plastischen Chirurgen im Detail besprochen werden, um eine spätere Unzufriedenheit auszuschließen.
Doch nicht nur kosmetische Gründe sprechen für einen solchen Eingriff, auch medizinische Ursachen können eine Operation nötig machen. Viele Menschen klagen über eingeschränkte Atemfähigkeit infolge einer schiefen Nasescheidewand oder ein gestörtes Geruchsempfinden. Auch nach einem schweren Unfall oder Erkrankungen kann es angezeigt sein, sich einem solchen Eingriff zu unterziehen.
„Die Nase ist das Ausrufezeichen des Gesichts.
Aber öfter das Fragezeichen:
Sie stellt so manches in Frage.“
Erhard Blanck
Beliebte Operation
Nach einer erfolgreichen Operation kann sich der Patient an einer besser funktionierenden und ästhetischeren Nase erfreuen. Eine neue Nase hat schon manchem zu mehr Selbstbewusstsein und mehr privatem wie beruflichem Erfolg verholfen.
Die Nasenkorrektur, oder Rhinoplastik, gehört mit zu den beliebtesten Schönheitsoperationen. Auch immer mehr Jugendliche interessieren sich für eine chirurgische Verschönerung ihrer Nase. Ein verantwortungsvoller und seriöser Chirurg wartet mit solch einer Operation aber bis zum 16. Lebensjahr. Erst dann sind alle Wachstumsphasen abgeschlossen, und die Nase ändert sich nicht mehr.
Durchführung der Korrektur
Je nach Hautbeschaffenheit wird die Rhinoplastik durch einen äußeren oder inneren Zugang durchgeführt. Der Chirurg bricht den Knochen, setzt wenn nötig körpereigenes Knochen- oder Knorpelmaterial ein und formt die Nase nach seinem eigenem ästhetischen Empfinden und der Erwartungshaltung des Patienten neu.
Wie jeder chirurgischer Eingriff ist auch dieser nicht frei von Risiken. Man kann neben optischen Phänomenen wie Schwellungen und Blutergüssen an den Augen auch eine eingeschränkte Funktion der Nase beobachten. Dazu gehören Krustenbildung im Bereich der operierten Nase, Taubheitsgefühle oder Geruchsprobleme, des weiteren ist die Sensibilität eingeschränkt.
Nachversorgung und Ergebnis
Die Nachversorgung umfasst die Schienung der Nase, um die nötige Stabilität zu gewährleisten sowie das Tragen einer Nasentamponade. Direkte Sonnenbestrahlung und mechanische Beanspruchung, dazu gehören etwa das Reiben oder Anstoßen der Nase, sollten grundsätzlich während der Heilungsphase vermieden werden.
Das letztendliche Ergebnis ist erst sichtbar, wenn alle Schwellungen zurückgegangen sind. Dies kann unter Umständen erst nach Wochen oder sogar Monaten der Fall sein. In manchen Fällen muss eine Folgeoperation durchgeführt werden, um das Ergebnis zu verfeinern oder eine durch vermehrte Narbenbildung abgesunkene Nase zu richten.